Köln: 23.–26.02.2027 #AnugaFoodTec2027

DE Icon Pfeil Icon Pfeil
DE Element 13300 Element 12300 EN
Robotik und KI für mehr Effizienz

Palettierung 4.0

Seite teilen
DruckenSeite drucken Lesedauer ca. 0 Minuten

Ob 3D-Farbkameras oder Deep Learning: Fortschrittliche Robotik verändert die Verpackung und Palettierung in der Lebensmittelindustrie grundlegend. Angesichts von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und hohen Hygieneauflagen zeigt KOCH aus Dernbach, Rheinland-Pfalz, wie smarte Robotersysteme mit KI, Bildverarbeitung und modularem Aufbau Effizienz und Prozesssicherheit gewährleisten.

Thomas Theis, Vertriebsleiter bei KOCH Industrieanlagen GmbH Copyright ©KOCH Industrieanlagen GmbH

Automatisierung füllt die Lücke im Personal

Bei KOCH Robotersysteme ist die Sicherung der Produktionsfähigkeit unter den Bedingungen von Fachkräftemangel und steigenden Lohnkosten ein zentrales Thema. Roboter übernehmen stark wiederkehrende oder körperlich belastende Tätigkeiten wie beispielsweise das Palettieren schwerer Säcke. „Die Produktion hochzufahren ohne Pause – das ist ein entscheidender Vorteil, gerade für den Standort Deutschland und Europa, wo Fachkräftemangel und steigende Lohnkosten ein großes Thema sind“, betont Vertriebsleiter Thomas Theis. Die Systeme entlasten Mitarbeiter und ermöglichen durchgängig planbare Prozesse. Für viele Lebensmittelhersteller ist dabei der Return on Investment ausschlaggebend: Wie schnell amortisiert sich die Investition, wie viele Personalkosten können eingespart werden und welche Produktionsmengen bleiben trotz knapper Arbeitskräfte gesichert? Auch Arbeitssicherheit und Ergonomie sind Teil der Überlegungen, wenn Unternehmen in robotergestützte Verpackungs- und Palettiertechnik investieren.

KOCH verfolgt bei der Verpackung und Palettierung einen stark modularen Ansatz. Copyright ©KOCH Industrieanlagen GmbH

KOCH verfolgt bei der Verpackung und Palettierung einen stark modularen Ansatz. Copyright ©KOCH Industrieanlagen GmbH

Visionsysteme und KI steigern Produktsicherheit

Das Unternehmen setzt seit Jahren auf Bildverarbeitungssysteme, um Qualität und Prozesssicherheit zu erhöhen. Je nach Anwendung kommen Farbkameras, Laserscanner oder auch kombinierte Systeme zum Einsatz. Ein Beispiel ist die Depalettierung von Milchpulver: Aus sortenreinen Quellpaletten entstehen Mischpaletten, wobei die Systeme die Lage der Säcke detektiert, die Qualität der Gebinde kann ebenfalls kontrolliert werden: etwa auf Deformationen, Fehlgewicht, beschädigte Stellen, falsch aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdaten oder unlesbare Barcodes und QR-Codes. Deep-Learning-Methoden verbessern die Erkennungsrate bei hoher Produktvielfalt und unvorhersehbaren Abweichungen. Ein wesentlicher Vorteil ist die schnelle Einlernbarkeit: Neue Produkte können einfach vor die Kamera gehalten werden, sodass sich die Anlage automatisch auf die neue Variante einstellt. Damit lassen sich Prozesse mit minimalem Personaleinsatz und hoher Qualitätssicherung betreiben.

Flexibel palettieren mit Baukasten und Steuerung

KOCH verfolgt bei der Verpackung und Palettierung einen stark modularen Ansatz. Herzstück ist ein Baukasten an erprobten Standardmodulen, aus denen sich maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Produktionsumgebungen zusammenstellen lassen. Diese Vorgehensweise erlaubt es, bereits in einer frühen Phase baufähige Konzepte zu entwickeln und Kunden rasch funktionsfähige Systeme zu präsentieren. Fehlen geeignete Standardbausteine, werden spezifische Module wie Greiftechnik, Förderanlagen oder Zusatzaggregate eigens entwickelt. Das Unternehmen bietet sowohl kompakte Einzelsysteme wie die standardisierten KOCH-Produkte der PalletSystem - Reihe für verschiedene Gebinde und Leistungsbereiche als auch schlüsselfertige Gesamtanlagen, die komplette Linien vom Abfüllen bis zur versandfertigen Palette abdecken. Typische Anforderungen der Lebensmittelindustrie – etwa die Herstellung von Mischverpackungen für Handelsketten – lassen sich so flexibel umsetzen.

Hygieneanforderungen bestimmen die Technik

Das Unternehmen berücksichtigt bei der Auslegung seiner Systeme die strengen Hygienestandards der Lebensmittelindustrie. Abhängig vom Einsatzgebiet werden Roboter in Lebensmittelausführung oder auch in Reinraumvarianten eingesetzt. Je nach Produktanforderung kommen spezielle Materialien und Konstruktionsweisen zum Einsatz, bis hin zu Edelstahlrobotern, die sich mit Laugen oder chemischen Reinigungsmitteln säubern lassen. Ein zentrales Element ist zudem die Greiftechnik: Sie wird an die Eigenschaften der jeweiligen Lebensmittel angepasst und gewährleistet eine produktschonende Handhabung. Solche Systeme finden nicht nur in der Lebensmittelindustrie, sondern auch in regulierten Pharmaprozessen Anwendung.

Praxisbeispiele aus der Lebensmittelindustrie

KOCH ist in der Lebensmittelindustrie breit aufgestellt – von Süßwaren, Getränken und Kaffee bis hin zu Instantprodukten und Mühlenbetrieben. Typische Kundenanforderungen betreffen die Verpackungslogistik für Handelsketten. Häufig geht es um sogenannte Mischverpackungen, bei denen Kartons und Trays mehrere verschiedene Produkte enthalten, wie sie Discounter benötigen. Für solche Aufgaben kombiniert KOCH standardisierte Module mit individuell entwickelter Förder- und Greiftechnik, um Palettiersysteme bereitzustellen, die sich flexibel an Produktvielfalt und Verpackungsformen anpassen lassen. In der Praxis konnte das Unternehmen zahlreiche Referenzen realisieren: GoodMills Austria steigerte seine Wettbewerbsfähigkeit mit einer vollautomatischen Sackpalettier- und Vollpaletten-Verpackungsanlage, die hohe Prozesssicherheit, Hygiene und geringen Platzbedarf gewährleistet. Arla Foods Deutschland setzt auf ein Hochleistungs-Palettier- Zentrum für Milchtrays, das Produktivität, Palettier- Qualität und flexible Lagenbilder bietet. Und Rapunzel Naturkost vertraut auf verschiedene Einzelsysteme wie Leerglas-Depalettierer und Kartonpalettierer, die in bestehende Produktionslinien integriert wurden.

Über KOCH Robotersysteme

KOCH Robotersysteme ist ein familiengeführtes Systemhaus für Automatisierungstechnik mit Sitz in Dernbach, Rheinland-Pfalz. Das Unternehmen entwickelt seit mehr als 40 Jahren maßgeschneiderte Robotersysteme, die als Einzelsysteme oder als schlüsselfertige Gesamtanlagen umgesetzt werden. Das Leistungsspektrum umfasst Lösungen für Abfüllen, Verpacken, Kommissionieren, Palettieren, Intralogistik und Maschinenverkettung. Die maßgeschneiderten Systeme von KOCH werden in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt, unter anderem in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, in der Logistik sowie in der Converting-Industrie.

Kontakt für weitere Informationen:

Thomas Theis,
Leiter Vertrieb & Projektierung
KOCH Industrieanlagen GmbH
Ringstraße 9, 56307 Dernbach
vertrieb@koch-roboter.de
www.koch-roboter.de