Köln: 23.–26.03.2021

#AnugaFoodTec2021
Alles aus einer Hand - Planung und Realisierung am Beispiel der Meiereigenossenschaft Viöl | Veranstaltung auf der Anuga FoodTec 2018
IE Food Engineering Industrial Engineering München GmbH

Alles aus einer Hand - Planung und Realisierung am Beispiel der Meiereigenossenschaft Viöl

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Termine
20.03.2018 | 14:30 - 15:00 Uhr
Food Processing, Food Packaging, Food Ingredients, Food Services & Solutions, Food Safety & Analysis
deutsch
IE Food Engineering Industrial Engineering München GmbH
Paul-Gerhardt-Allee 48
81245 München
Deutschland
+49 89 8299390

Die Veranstaltung

Für die Meiereigenossenschaft Viöl wurde in Rekordzeit eine neue Betriebsstätte errichtet. Das auf die Milchverarbeitung zu Konzentrat und Rahm und deren Versand spezialisierte Unternehmen kann nun bis zu 200.000t Rohstoff verarbeiten und hat sich mit dem Neubau Raum für weitere Expansionen und die Basis für eine weitere Selbstständigkeit geschaffen.
Generalübernehmer war IE Food, die in Viöl eine komplette Molkerei inkl. Gebäude und Technik auf die grüne Wiese stellte. Der Auftrag beinhaltete die Beratung, die Prozess- und Bauplanung, die Ausschreibungen sämtlicher Gewerke sowie die Realisation bis hin zur Übergabe als schlüsselfertiges Produktionsgebäude. Die Projektziele waren ambitioniert: eine Verdoppelung der verarbeiteten Milchmenge auf jährlich 200 Millionen Liter. Zudem galt es, Reserven für eventuelle Erweiterungen der Produktion zu schaffen. Die Überführung der Produktion vom alten zum neuen Betrieb sollte gestaffelt erfolgen, so dass die aktuellen Zielmengen ohne Unterbrechung erreicht werden konnten. IE ging nach dem bewährten Prinzip „Planen von innen nach außen" vor. Dabei war Transparenz oberstes Gebot: Jeder Planungsschritt wurde mit dem Bauherrn abgestimmt, der vom Projektstart bis zur Betriebsaufnahme in den Ablauf integriert war. Der Prozess der Milchverarbeitung ist energieintensiv, verbraucht viel Trinkwasser und erzeugt große Mengen an Abwässern. Dies stellte IE vor eine ganze Reihe von technischen Herausforderungen, die aufgrund der Voraussetzungen vor Ort spezielle Lösungen erforderten. Für die Kälteerzeugung wurde eine Ammoniak-Kälteanlage mit rund 800 kW Leistung installiert. Die elektrische Energie wird in erster Linie durch ein Blockheizkraftwerk produziert, das den eigenen Strombedarf zu einem Drittel deckt. Für die Versorgung mit Wasser in Trinkqualität wurden auf dem Gelände vier Brunnen gebohrt. Ergänzt wird die Wasserversorgung durch einen Anschluss an das Netz eines externen Werks. Eine besondere Herausforderung für die Planer stellte die Anforderung zur Klärung der Molkereiabwässer und das beim Eindampfen von Magermilch anfallende Brüdenwasser dar. Ursprünglich war geplant, die Abwässer der örtlichen Kläranlage zuzuführen. Die von den Behörden geforderte Abgeltung sorgte aber dafür, dass eine eigene Bio-Kläranlage geplant und realisiert wurde. Das Hygienekonzept umfasst zwei Hygienezonen, die Kreuzungen von Produkt- und Personenflüssen ausschließen. Die Böden sind gefliest und die Innenwände kunststoffbeschichtet. Die Außenwände wurden mit feuchtraumgeeigneten Paneelen und einer speziellen Sockelausbildung ausgeführt. Alle Flächen und Ecken sind gut zugänglich und können leicht gereinigt werden.
An diesem konkreten Projektbeispiel werden Harald Jakob, Projektleiter IE Food München sowie Theo Louwes, Geschäftsführer IE Food Zürich die Herangehensweise von IE Food mit Hilfe der IE Methodik skizzieren. Veranschaulicht werden, wie Prozess- und Betriebsabläufe signifikanten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit und damit auf Planungs- und Projektkosten haben. Außerdem zeigt IE Food die Auftragsabwicklungsmodelle mit IE Methodik für ähnlich gelagerte.

Referent
Herr Harald Jakob

Herr Theo Louwes